Villaviciosa, eine fruchtbare Stadt

Villaviciosa, eine fruchtbare Stadt

Die heutige Etappe verläuft im Landesinneren, und erst am Etappenort Glijón werden wir wieder ans Meer kommen. Aber auch ohne Nähe zum Meer hat Asturien hier lohnende Eindrücke zu bieten. Die Etappe wird uns auch körperlich fordern, nicht nur wegen der 34 Kilometer, sondern auch wegen der beiden Übergänge «Alto de la Cruz» und «Alto de Curbiello», die der Etappe eine Gesamsteigung von knapp 800 Höhenmeter bescheren, auf- und abwärts.
Eukalyptus-Kahlschlag

Eukalyptus-Kahlschlag

Der Etappenort Glijón ist die grösste Stadt Asturiens und mit der dort beheimateten Schwerindustrie und dem Hafen El Musel ist sie auch dessen wirtschaftliches Zentrum. Eine intakte Altstadt suchen wir in Glijón allerdings vergeblich, während dem spanischen Bürgerkrieg ist sie weitgehend zerstört worden. Die Etappe endet bei der Kirche San Pedro auf der Halbinsel Santa Catalina.

Mostfässer

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Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.