heftige Brandung

heftige Brandung

Das Baskenland haben wir schon lange hinter uns gelassen und sind seither in Kantabrien gewandert, der Region welche der kantabrischen Küste den Namen verliehen hat. Heute werden wir auch Kantabrien hinter uns lassen, und nach Asturien kommen (span. Asturias). Wir überqueren diese Grenze in Unquera, genau genommen beim Überqueren des Río Deva.
Santa Maria de los Àngeles San Vicente  Barquera

Santa Maria de los Àngeles San Vicente Barquera

Die Etappe ist mit einer vollen Marathondistanz etwas lang geraten, dazu kommt noch dass wir knapp 600 Höhenmeter in kleinen Tranchen vorgesetzt bekommen. Es ist allerdings kein Problem, die Etappe zu unterteilen, am besten eignen sich dafür Colombres kurz nach dem Betreten von Asturien oder El Peral etwas später. Damit kommen wir im Falle von Colombres auf einen ersten Teil von 16 Kilometern und einen zweiten Teil bis Llanes von 26 Kilometern.

Fluss Deva - Grenze zu Asturien

Fluss Deva - Grenze zu Asturien

Wir kommen im welligen Asturien gegen Schluss der Etappe auch wieder an den Atlantik, wo uns die Playa de Bretones zum Bade lädt, Kurz darauf bei Bufón de Arenillas können wir über das Sprichwort «steter Tropfen höhlt den Stein» nachdenken, wobei die Höhlen hier nicht durch Wassertropfen gestaltet worden sind, sondern durch atlantische Brandungswellen. Beim Etappenort Llanes, einem schmucken Küstenstädtchen, endet unsere Wegaufzeichnung beim Bahnhof, und die dort stehende Herberge trägt sinnigerweise den Namen «Albergue La Estación».

Pilgersteg

Pilgersteg

Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.