hinter Hortigal: Weg zum Kloster Toribio

hinter Hortigal: Weg zum Kloster Toribio

Die Wege ab San Vicente de Barquera führen beide über Hortigal. Am dortigen Ortsende trennen sich der Camino del Norte und der Pilgerweg nach Santo Toribio de Liébana. Die Wegweiser auf unserem Camino zeigen ein eckiges Kreuz, das auf die Kreuzreliquie im Kloster Santo Toribio hinweist. Dieses Kreuz ist auch Bestandteil im Landeswappen von Asturien.
Vorgebirge entlang dem Weg

Vorgebirge entlang dem Weg

Wir erreichen die CA 846 und das Dorf Gandarillas mit Hotel, Restaurant und Einkaufsmöglichkeiten.

Bergauf geht es zur CA 850. Wir beachten bei einem schönen Weitblick die Küste und die Picos de Europa. Wir kommen zur CA 854 und hinauf nach Bielba mit Restaurant und Einkaufsmöglichkeit (nur wenn wir Essen oder Einkaufen wollen).

Im Tal stoßen wir auf die CA 181 und dann auf die CA 856 und erreichen Cades, das über

Vorgebirge entlang dem Weg

Vorgebirge entlang dem Weg

Übernachtungsmöglichkeit und Restaurant verfügt. Interessante Bauwerke sind hier zu sehen u.a. Maisspeicher, alte Herrenhäuser und eine Schmiede aus dem 18. Jahrhundert.

Die Herberge von Cades liegt am grossen Platz, Anmeldung, Pilgerstempel und Schlüsselübergabe finden gegenüber in der Bar statt. Am Abend lohnt es sich, die Wege bis Tama zu studieren und je nach Kondition, Wetter sowie Lust und Laune entsprechende Entscheide für den Folgetag zu fällen - die heutige Etappe hat uns einen Vorgeschmack gegeben.

Wegweiser Camino de Santo Toribio

Wegweiser Camino de Santo Toribio

Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.

Kirche von Bielva

Kirche von Bielva

Diese alternative Streckenführung von San Vicente de la Barquera bis Villaviciosa, wird bis zum Kloster Torribio «Camino de Santo Toribio» genannt, und danach als «Reconquista» (Fluchtweg der Mauren), die uns durch das gebirgige Hinterland führt. Höhepunkte dieser Alternative sind nebst dem gleichnamigen Kloster die beeindruckenden «Picos de Europa» im gleichnamigen Nationalpark, wo wir einige Tage wandern werden. Historisch interessant sind auch die Stätten, wo die Rückeroberung des von den Mauren besetzten Spaniens im 7. Jh. ihren Anfang nahm.