Sonnenaufgang über dem Fluss Ribadeo

Sonnenaufgang über dem Fluss Ribadeo

Wir wandern jetzt bis Santiago de Compostela in Galizien. Schon im Baskenland war die dortige, lokale Sprache eine Herausforderung, und auch in Galizien kommt eine solche Herausforderung auf uns zu. Allerdings findet man auch immer wieder Einheimische, die neben dem Galizisch resp. dem Gallego auch Spanisch sprechen.

Auch bei den Ortsnamen fällt Gallego auf: während spanische Ortsnamen oft mit «El», «La», «Los» oder «Las beginnen», beginnen sie im Gallego oft mit «O», «A», «Os» oder «As», wir werden heute schon einige davon antreffen.

Santa Cruz

Santa Cruz

Wir wandern ab heute nicht mehr dem Atlantik entlang, sondern in südwesticher Richtung ins Landesinnere. Der Weg wird hier auch oft nicht mehr als Camino del Norte bezeichnet, sondern als Camino de Santiago. Die Etappe ist anspruchsvoll, sowohl wegen ihrer Länge als auch wegen ihrer diversen Auf- und Abstiege, aber auch auf dieser Etappe gibt es unterwegs noch Herbergen, um die Wanderung zu unterbrechen. Die Etappe endet in Mondoñedo vor einer Herberge.

hügeliges Galizien

hügeliges Galizien

Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.