Basílica de Santa María la Real de Covadonga

Basílica de Santa María la Real de Covadonga

Von der Herberge geht es wieder auf die Piste. Es geht zwischen den Felsen hindurch. Linker Hand geht ein befestigter , alter, verwitterter Pfad steil zum Berg Porra Enol mit 1.269 m hinauf. Hier hat man noch einen schönen Rundblick über das West- und Zentralmassiv. Bei klarem Wetter sogar bis zum Meer. Die Tagesetappe ist kurz, so dass dieser Umweg noch im Fahrplan liegen dürfte.
Refugium am Laga Enol

Refugium am Laga Enol

Wir kommen ins Almdorf Fana und finden bald wieder rot-weiße Markierungen. Am Ende der verstreut herumstehenden Hütten gibt es einen kleinen umzäunten Tümpel. Vom Tümpel geht es ins offene Tal. Das Tal endet in einer Mulde. Dies ist ein typischer Talschluss der Picos de Europa, da das Regen- und Schmelzwasser nicht in Bächen abfließt, sondern im Boden versichert.

Höhle bei Vega Orandi

Höhle bei Vega Orandi

Wir erreichen die Ruinen von Severin. Die Mauerreste sind farblich identisch mit der Umgebung. Wir gehen auf das Almdorf Les Mestes zu, was schon von weitem zu sehen ist.

Wir gehen am Bach entlang, der am Ende der Wiese Vega Orandi plötzlich in einer großen Höhle verschwindet. Wir betreten die Höhle, ungefährlich nur ein wenig rutschig. Bestaunen wir die Gewalt der Natur; ein typisches Picos-Erlebnis.

Höhlenausgang

Höhlenausgang

Nun steigen wir zu dem Heiligtum von Covadonga hinauf, dessen Kirche bald durch die Bäume hindurch sichtbar wird. Ein breiter Pflasterweg führt uns zur Heiligen Höhle von Covadonga.

Covadonga ist ein Wallfahrtsort. Hier soll Playo den Mauren im Jahre 722 die Niederlage beigebracht haben, die zur Gründung des Königreichs Asturien führte. In der Heiligen Höhle, die über Stufen erreicht werden kann, wird die Madonna der Schlachten (Virgen de las Batallas) verehrt. Als Landespatronin wird so «Santina» genannt. Täglich finden hier Gottesdienste in der Basilika und in der Heiligen Höhle statt.

ein Blütenwunder

ein Blütenwunder

Obwohl Covadonga ein Wallfahrtsort ist, gibt es keine Pilgerherberge, sondern nur Hotels.

Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.

am Rande der Picos

am Rande der Picos

Diese alternative Streckenführung von San Vicente de la Barquera bis Villaviciosa, wird bis zum Kloster Torribio «Camino de Santo Toribio» genannt, und danach als «Reconquista» (Fluchtweg der Mauren), die uns durch das gebirgige Hinterland führt. Höhepunkte dieser Alternative sind nebst dem gleichnamigen Kloster die beeindruckenden «Picos de Europa» im gleichnamigen Nationalpark, wo wir einige Tage wandern werden. Historisch interessant sind auch die Stätten, wo die Rückeroberung des von den Mauren besetzten Spaniens im 7. Jh. ihren Anfang nahm.