Gijón: Plaza del Marqués

Gijón: Plaza del Marqués

Auch die heutige Etappe verläuft im Landesinneren, und auch heute liegt erst der Etappenort wieder am Meer. Allerdings ist es nicht eine Lage mit Aussicht hinaus aufs Meer und Brandungswellen die rauschen, denn Avilés liegt am vom Osten her kommenden «Ria de Avilés», der im Ort nach Norden abbiegt und zu einer langezogenen Bucht wird, die an ihrem nördlichen Ende erneute gegen Westen dreht und dann in den offenen Atlantik mündet. Diese langezogene Bucht bietet einen natürlchen, gut geschützten Hafen, eine ideale Voraussetzung um sich als Handels- und Umschlagplatz zu entwickeln.
am Sporthafen

am Sporthafen

Diese Etappe ist kürzer als die vorgangige, und hat auch nur einen Aufstieg auf eine Anhöhe. auf der wir dann längere Zeit wandern werden. In Avilés mit seiner gepflegten Altstadt endet unser heutiger Weg vor der Pilgerherberge.

Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.