Sonnenuntergang in Llames de Pares

Sonnenuntergang in Llames de Pares

Die Wegmarkierungen auf unserem weiteren Weg bestehen im Wesentlichen aus gelben Pfeilen, Wegweisern und dem «trisquel», ein asturisches Sonnensymbol und einem dreiarmigen Swastika, die vor zwei Jahrtausenden von den Kelten hier eingeführt wurde. Da wir den Weg in umgekehrter Richtung gehen, der Pilgerweg beginnt in Gijon und führt nach Covadonga, sind diese Markierungen für uns nicht immer eindeutig.
Pfarrkirche St. Maria von Congas de Onis

Pfarrkirche St. Maria von Congas de Onis

Von der Heiligen Höhle gehen wir zunächst die AS-262. Wir erreichen den Orte Muigño, La Riera und Soto de Cangas (Übernachtungsmöglichkeit). Es gibt jetzt immer mehr Hotels Restaurants und vor allem Korbflechtereien und Holzschnittarbeiten. Dies ist auf den Auto-Pilgerweg und Ausflugsziels zurückzuführen.

Hinter Soto de Cangas überqueren wir zunächst den Fluss Reinaza und wenig später den Güeña um dann das Dorf Celorio zu erreichen. Kurz vor Cangas de Onís stoßen wir auf die AS-114, der wir ins Ortszentrum folgen.

Asturisches Kreuz und Marienstatue

Asturisches Kreuz und Marienstatue

Vor der Pfarrkirche steht ein Standbild von Don Pelayo, der hier als erster spanischer König bezeichnet wird.

Bevor wir zur Kapelle des Heiligen Kreuzes gehen, gehen wir auf die Brücke, die über den Rio Sella führt. Von dort aus können wir eine mächtige Römerbrücke betrachen.

In der Kapelle des Heiligen Kreuzes (Capilla de la Santa Cruz), die 737 erbaut wurde befand sich das Siegeskreuz, das Pelayo vor der Schlacht gegen die Mauren von der Gottesmutter erhalten haben soll. Das Kreuz wird heute in der Kathedrale von Oviedo gezeigt. Bei der Kapelle handelt es sich um eine Rekostruktion aus der Mitte des 20. Jahrhundert. Unter der Kapelle befindet sich ein 5'000 Jahre alter Dolmen, was wiederum belegt, das heilige Bauten der Christenheit oft über vorchristliche Tempel errichtet wurden.

Römerbrücke über den Río Sella in Congas de Onis

Römerbrücke über den Río Sella in Congas de Onis

Nun führt uns der Weg weiter am Fluss Sella entlang.

Wir erreichen Villanueva de Cangas.

Hier gibt es eine Albergue. Die romanische Kirche des ehemaligen Kolsters stammt aus dem 12. Jahrhundert. Am Eingang des Parks steht ein Maisspeicher, Hórreos genannt, dessen Funktionsweise erklärt wird.

Bei Ermita de San José stoßen wir auf PR-5, dem wir folgen und nach dem Dorf Romillin erreichen wir Romillo. An der Kapelle San Lorenzo verlassen wir das Dorf.

Kloster San Pedro de Villanueva

Kloster San Pedro de Villanueva

In Llames de Parres gehen wir an der Kapelle San Martin vorbei. Am Ende dieses Streckenabschnittes soll sich eine Albergue La Pesa de Arriba befinden. Weitere Übernachtungsmöglichkeit sind hier gegeben.

Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.

Hórreo: ein Maisspeicher mit landwirtschaftlichen

Hórreo: ein Maisspeicher mit landwirtschaftlichen

Diese alternative Streckenführung von San Vicente de la Barquera bis Villaviciosa, wird bis zum Kloster Torribio «Camino de Santo Toribio» genannt, und danach als «Reconquista» (Fluchtweg der Mauren), die uns durch das gebirgige Hinterland führt. Höhepunkte dieser Alternative sind nebst dem gleichnamigen Kloster die beeindruckenden «Picos de Europa» im gleichnamigen Nationalpark, wo wir einige Tage wandern werden. Historisch interessant sind auch die Stätten, wo die Rückeroberung des von den Mauren besetzten Spaniens im 7. Jh. ihren Anfang nahm.