Heute heisst es noch früher aufzustehen als gestern, denn die heutige Etappe, in zuerst südlicher, dann in östlicher und zum Schluss nochmals in südlicher Richtung, ist noch etwas länger als die Etappe vom Vortag, und bietet zudem auch noch mehr Steigungen. Allerdings gibt es auch heute genügend Optionen, um die Etappe zu unterbrechen. Eine andere Möglichkeit liegt darin, einige «Besichtigunsschlaufen» zu verkürzen oder ganz abzuschneiden. Zu Beginn der Etappe wandern wir nach wie vor im Nördlinger Ries..

Wir sind jetzt mitten in Bayern, wo es einige Pilgerwege in Ost-West Ricthtung gibt, die unseren Weg zwangsläufig kreuzen, und dasselbe werden wir erneut in Österreich antreffen. Wir werden also Pilger kennen lernen, die vom Osten her auf die Via Romea kommen, wir werden aber auch Pilger kennen lernen, die uns auf einem der Wege Richtung Westen verlassen werden.

Im Etappenort Donauwärth zum Beispiel hat der Ostbayerische Jakobsweg genau den gleichen Endpunkt wie unsere Etappe, nämlich «Stadt Donauwörth Zentrale»

Hinweis(e)

Die «Via Romea» trägt verschiedene Namen, so zum Beispiel auch «Via Romea Stadensis» oder «Via Romea Germanica». Dieser Pilgerweg führt von Norddeutschland südwärts über den Alpenpass «Brenner» nach Rom. Der Weg geht zurück auf den Abt Albert von Stade, der im Jahr 1236 nach Rom aufbrach, um vom Papst Gregor IX eine Erlaubnis für eine strengere Kirchenzucht einzuholen.

Diese Nord-Süd Verbindung ermöglicht aber auch aus dem Osten kommende Pilgern südwärts Richtung Rom abzubiegen, so wie sie auch aus dem Norden kommenden Pilgern ermöglicht, westwärts Richtung Santiago de Compostela abzubiegen.

In Donauwörth stösst zum Beispiel der Ostbayerische Jakobsweg zu uns, der in Eschlkam an der Grenze Tschechische Republik und Deutschland beginnt.

Siehe auch

Mehr zu diesem italieninisch/deutschen Projekt auf www.viaromeadistade.eu/ (Italien) und auf www.viaromea.de (Deutschland).