Wir verlassen das im Leukental liegende Sankt Johann in Tirol nordwärts entlang der Grossache und kommen via Kirchdorf in Tirol nach Erpfendorf, wo wir ostwärts abzweigen und das Leukental verlassen. Das Seitental hoch und hinter dem Kulminationspunkt liegt Waidring. Seine Lage an der alten Poststrasse zwischen dem Leukertal und dem Salzburgerland förderte die Entwicklung. Die schöne Pfarrkirche, ein Bau der erstmals Ende des 14.Jahrhunderts urkundlich nachgewiesen ist, wurde 1757 neu errichtet.

Hinter Waidring folgen wir dem Haselbach durch ein Hochtal, bis der Haselbach plötzlich Loferbach heisst. Dann knickt das Tal steil nach unten, wir erreichen die Grenze zum Salburgerland und den Pass Strub, ein Pass der am Anfang des 19. Jahrhunderts mehrmals Schauplatz von Kämpfen gegen Bayern und Franzosen war.

Der Etappenort Lofer liegt dann am Fusse des Passes und ist dank seiner liebevoll restaurierten Bürgerhäuser Winter wie Sommer ein attraktives Urlaubsdomizil. Im Zentrum steht die älteste Pestsäule des Landes, die auf das Jahr 1648 datiert ist. Besonders prachtvolle Häuser säumen den Marktplatz, darunter das im 16. Jahrhundert erbaute Rathaus mit den zinnenbekränzten Runderkern. Besonders sehenswert sind die bekannten «Saalachtaler Naturgewalten» südlich des Ortes, also abseits des Pilgerweges: die Seisenbergklamm, die Lamprechtshöhle und die Vorderkaserklamm.

Hinweis(e)

Der «Jerusalemweg / JERUSALEM WAY» ist ein Pilgerwegnetz, das Pilger aus Zentraleuropa nach Jerusalem führt. Jerusalem gehört zusammen mit Rom und Santiago de Compostela zu den 3 wichtigsten christlichen Pilgerdestinationen des Mittelalters. Dieser Weg beginnt beim Kap Finisterra am Westufer Europas und führt entweder durch Italien oder der Donau entlang durch den Balkan in die Türkei, und ab dort wieder auf einer gemeinsamen Route nach Jerusalem.

Siehe auch

Siehe auch www.jerusalemway.org/